KoSchutz2

 

              

Allgemeines

Bei Wickelschlüssen in Kondensatoren besteht die Möglichkeit, dass sich die Kondensatorengehäuse durch Gasbildung aufbauchen und aufreissen, wobei die eingesetzten Tränkmittel austreten.
In 110kV Rundsteuerankopplungen und Saugkreisen wurden in der Vergangenheit PCB-haltige Tränkmittel eingesetzt, die den Vorteil eines praktisch nicht vorhandenen Flammpunktes aufwiesen und damit eine Fehlerausweitung im Störungsfall vermieden. Wegen der nicht auszuschliessenden Risiken im Fehlerfall werden seit einigen Jahren nur noch pcb-freie Kondensatoren mit silikonhaltigen Tränkmitteln eingesetzt, die jedoch den Nachteil aufweisen, dass sie durch ihren niedrigen Flammpunkt relativ leicht brennbar sind und beim Abschalten der Anlage nicht selbst verlöschen.
Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, sowohl Alt-, als auch Neuanlagen mit einem Kondensatorenschutz auszurüsten, der im Fehlerfall eine sichere und schnelle Abschaltung der Anlage ermöglicht und damit Folgeschäden vermeidet.


Prinzip

Die hier vorgestellte Kondensatorüberwachung beruht auf dem Prinzip des Kondensatorenvergleichs durch Aufbau einer Brückenschaltung aus den einzelnen Kondensatorenblöcken und der Überwachung der Unsymmetrie, wobei die Übertragung der Messwerte optisch erfolgt. Das geringe Gewicht und die günstigen Abmessungen der Messwertsender erlauben die freitragende Montage auf den Anschlussbolzen der Kondensatorenbecher. Die zur Stromversorgung der Sender erforderlichen Durchsteck-Stromwandler werden direkt auf die Stromschienen montiert.


Technische Umsetzung

Die Fensterwerte sind für alle 3 Phasen unabhängig voneinander einstellbar. Für jede Phase können sowohl innere, als auch äußere Fensterwerte definiert werden. Über die 8 Relaisausgänge werden Fehlermeldungen, wie z.B. Senderausfälle zur Weiterverarbeitung ausgegeben. Die Dauer, wie lange ein Fehler bis zur Meldung anliegen muss, kann ebenso eingestellt werden wie eine Hysterese. Fehlermeldungen und Messwerte werden im internen Messwertspeicher protokolliert.


KoSchutz2

Wir haben unsere Kondensatorschutz-Zentrale umfassend überarbeitet. Im gleichen Gehäuse verbergen sich neu entwickelte Hard- und Firmware sowie ein neues 7"-Farb-Touch-Display.

Als Alternative zum bewährten Gehäuse ist ab sofort auch ein 19"-Einschubträgergehäuse mit 5-Zoll-Farb-Touch-Display erhältlich.

neue Funktionen und Features

• graphische Darstellung der Messwerte über die Zeit
• Relais-Ausgangstest
• interner Messwertspeicher überarbeitet
• Systemrelais überarbeitet
• konfigurierbare AutoDim-Funktion
• Displayreset ohne Systemneustart
• USB-Schnittstelle
• SD-Karte zur Speicherung und zum Auslesen der Messwerte und Meldungen
• Dateiformat und Inhalt der Logdateien auf Kundenwunsch anpassbar (bei SD-Karten-option)
• LAN-Netzwerkanschluss (optional)
• kundenspezifische Anpassungen der Schnittstellenübertragung optional möglich

 

 

 

 

Die Messwerte können wie bisher auf der Zentrale abgelesen werden; zusätzlich lassen sich eventuelle Spannungsveränderungen jetzt in einem Diagramm graphisch darstellen, so dass sich Trends erkennen lassen.

 

 

 

 

 

optionale Schnittstellen:

Die Ausgabe der Messwerte kann zur Weiterverarbeitung über folgende Schnittstellen erfolgen:

  • RS232
  • USB
  • LAN
  • SD-Karten-Slot: Die Messwerte werden in csv-Dateien auf der SD Karte gespeichert.

Die bewährten Funktionen des bekannten Kondensatorschutzes sind weiterhin integriert.

 

Inbetriebnahme vor Ort

Für beide Varianten unserer Kondensatorschutzanlage bieten wir Inbetriebnahmen vor Ort an.
Unsere Techniker unterstützen Sie bei der Einrichtung der Zentrale, prüfen die Ausrichtung der Sende- und Empfangseinheiten.
Wir führen keine Installationsarbeiten durch.
Sprechen Sie uns an!

Änderungen vorbehalten

   

Die Abbildungen zeigen unseren Prototypen; das endgültige Layout wird noch überarbeitet. Gerne nehmen wir Ihre Änderungs- und Ergänzungswünsche entgegen. Bei Rückfragen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.